Wachaufestspiele: „Carmen darf nicht platzen“ feiert umjubelte Premiere
Mit viel Tempo, pointierten Dialogen und einer gehörigen Portion Slapstick feierte die Komödie „Carmen darf nicht platzen“ am Dienstagabend im Teisenhoferhof in Weißenkirchen ihre Premiere bei den Wachaufestspielen. Die österreichische Erstaufführung des Stücks von Ken Ludwig wurde vom Publikum mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovations gefeiert. Auch erste Kritiken sprechen von einem „frischen, rasanten Sommerabend voller Verwechslungen und Überraschungen“.
Unter der Regie von Monika Steiner entfaltet sich ein turbulentes Verwechslungsspiel rund um eine Opernaufführung der „Carmen“ im Cleveland des Jahres 1954. Als die gefeierte Operndiva Elena Firenzi auszufallen droht, muss ihre unscheinbare Assistentin Jo einspringen – und sorgt damit für ein Chaos, das von Minute zu Minute größer wird.
Anna Sophie Krenn glänzt als Jo
Besonders Anna Sophie Krenn überzeugte als Jo mit einer bemerkenswerten Mischung aus komödiantischem Timing, Spielfreude und stimmlicher Präsenz. Sie meisterte den Spagat zwischen der schüchternen Assistentin und der plötzlich ins Rampenlicht katapultierten Ersatz-Carmen mit großer Leichtigkeit. Vor allem in den Szenen, in denen Jo versucht, die Rolle der berühmten Diva glaubhaft auszufüllen, zeigte Krenn ihr ganzes Können und erntete dafür immer wieder spontanen Szenenapplaus.
Leila Strahl als temperamentvolle Operndiva
Ebenso stark präsentierte sich Leila Strahl als Elena Firenzi. Mit viel Temperament, exzentrischem Charme und herrlich überzeichneten Diva-Allüren dominierte sie die Bühne, ohne dabei ihre Figur der Lächerlichkeit preiszugeben. Strahl setzte die Pointen präzise, spielte mit sichtbarer Freude und bildete gemeinsam mit Anna Sophie Krenn das klare Zentrum des Abends.
Starkes Ensemble und sommerliche Theaterstimmung
Auch das übrige Ensemble mit Anita Kolbert, Doris Richter-Bieber, Kira Koppandi, Geza Terner, Leopold Dallinger und Alfons Noventa trug zum Gelingen der Produktion bei. Die Kritiken heben insbesondere das „hervorragende Spiel des gesamten Ensembles“ sowie die schlagfertigen Dialoge hervor, die der Verwechslungskomödie pralles Leben einhauchen.
Mit „Carmen darf nicht platzen“ ist den Wachaufestspielen ein schwungvoller Auftakt in die diesjährige Hauptsaison gelungen. Wer einen launigen Theaterabend mit viel Witz und zwei glänzend aufgelegten Hauptdarstellerinnen erleben möchte, dürfte in Weißenkirchen genau richtig sein. Gespielt wird noch bis 9. August 2026.
Tickets könne sie hier buchen.
Fotos: Ö-News/ St. Öllerer
- Ulli Fessl
- Gerhard Dorfer
- Helga Krimer mit Begleitung
- Felix Kurmayer und Begleiterin
- Lustige schuaspielrunde um Edith Leyrer (li)
- Christ Kummer und alex Krause mit Begleitung
- Intendant Marcus strahl begrüßt die Gäste



























