Später erkämpfter Heimsieg der Veilchen Austria Wien dreht Spiel gegen Lustenau in der Nachspielzeit
Wien – Der FK Austria Wien hat am Sonntagabend gegen Austria Lustenau einen späten 2:1-Heimsieg gefeiert. Die Veilchen drehten die Partie nach einem Rückstand erst in der Schlussphase und konnten damit die rote Laterne an den SCR Altach abgeben.
Austria-Coach Stephan Helm stellte den erst zu Wochenbeginn verpflichteten Valentino Müller von Beginn an auf. Der gebürtige Lustenauer bildete gemeinsam mit Youngster Philipp Maybach das zentrale Mittelfeld.
Die Wiener waren von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft und hatten deutlich mehr Ballbesitz. Die Austria konnte ihre Überlegenheit jedoch zunächst nicht in Tore ummünzen. Mehrere Möglichkeiten wurden leichtfertig vergeben. Aber auch die Gäste aus Vorarlberg kamen zu Chancen. Ein Kopfballtreffer von Kang Hee Lee kurz vor der Pause wurde wegen Abseitsstellung zurecht nicht anerkannt.
Kurz nach Wiederbeginn unterlief ausgerechnet Lee ein folgenschwerer Abspielfehler. Austria Lustenau nutzte die Gelegenheit und Weixelbraun traf in der 47. Minute zur 1:0-Führung.
Damit gerieten die Veilchen zunehmend unter Druck. Im Spielaufbau schlichen sich immer wieder Abspielfehler in gefährlichen Zonen ein. Helm reagierte und stellte seine Mannschaft in der Schlussphase offensiver auf. Bereits in der ersten Halbzeit musste der Trainer Daniel Nnadi verletzungsbedingt aufgrund einer Knieverletzung vom Feld nehmen. Zur Pause kam Sanel Saljic für Philipp Maybach. Gegen Ende brachte Helm zudem Julian Hettwer und Kelvin Boateng.
Die Wechsel sollten sich bezahlt machen. In der 82. Minute bediente Boateng Hettwer, der zum längst verdienten 1:1-Ausgleich traf.
Die Austria wollte nun mehr und wurde in der Nachspielzeit belohnt. Kelvin Boateng sorgte in der 90.+2 Minute mit einem sehenswerten Treffer für das viel umjubelte 2:1. Allerdings war dabei möglicherweise Kang Hee Lee am Boden liegend im Abseits. Nach Überprüfung durch den VAR wurde der Treffer dennoch anerkannt.
Damit feierte die Austria einen späten und letztlich etwas glücklichen „dreckigen Sieg“. Drei wichtige Punkte bringen die Veilchen in der Tabelle vorerst vom Tabellenende weg – die rote Laterne ging an den SCR Altach.
Fotos: Ö-News Sport/ St. Öllerer


















































