Conference League: Austria scheitert an Braga Ein Unentschieden nach ansprechender Leistung reichte nicht für die Ligaphase
Nach dem 0:2 der Wiener Austria im Hinspiel gegen Sporting Braga war es eine „Herkulesaufgabe“, den Zwei-Tore-Rückstand gegen den portugiesischen Spitzenklub noch wettzumachen. Doch bevor am Verteilerkreis der Ball rollte, stand zunächst eine wichtige Entscheidung auf der Tagesordnung.
Der Aufsichtsrat der Veilchen tagte, um Finanzchef Harald Zagiczek für weitere zwei Jahre zu bestellen. Die Sitzung dürfte turbulent verlaufen sein. Da der Verein mit fünf zu vier Sitzen gegenüber den Investoren rund um Jürgen Werner die Mehrheit im Aufsichtsrat hält, wurde Zagiczek schließlich für weitere zwei Jahre bestellt.
Austria beginnt engagiert
Nun aber zum Sportlichen: Trainer Stephan Helm musste in der Innenverteidigung wie befürchtet auf Ibrahim Buhari (Mittelhandbruch) und Jonas Feddersen (Infekt) verzichten. Der Coach veränderte seine Startelf gegenüber dem Hinspiel an drei Positionen. Lee Kang-hee, Florian Wustinger und Kelvin Boateng begannen anstelle von Buhari, Philipp Maybach und Vasilije Markovic.
Die Austria startete beherzt und versuchte, die Gäste von Beginn an unter Druck zu setzen. Hettwer, Boateng und Eggestein kamen zu Halbchancen. Die Portugiesen hatten ihrerseits ebenfalls keine großen Möglichkeiten. Wenn es gefährlich wurde, waren entweder Aleksandar Dragović und seine Nebenleute zur Stelle oder Torhüter Samuel Sahin-Radlinger griff ein.
Gute Leistung, aber zu wenig Durchschlagskraft
Nach der torlosen ersten Hälfte brachte Helm Sanel Saljic für Julian Hettwer. Am Charakter des Spiels änderte sich wenig. Die Violetten versuchten weiterhin, Sporting Braga unter Druck zu setzen, waren im entscheidenden Bereich aber zu ungenau.
Mit Fortdauer der Partie zeigten sich auch die körperlichen und spielerischen Grenzen der Austria. Sporting kam ebenfalls zu keinen zwingenden Möglichkeiten, konnte sich aufgrund des 2:0 aus dem Hinspiel aber auf die Verwaltung des Vorsprungs konzentrieren.
Daniel Nnodim, Moritz Wels und Vasilije Markovic bemühten sich zwar, doch ihr Einsatz blieb unbelohnt. Trotz einer insgesamt guten Leistung gegen den portugiesischen Spitzenklub blieb es am Ende beim 0:0.
Damit verabschiedet sich die Wiener Austria in der Play-off-Phase aus der Conference League. Nach dem 0:2 im Hinspiel war der Rückstand letztlich zu groß.
Sonntag wartet Salzburg
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den Veilchen nicht. Bereits am Sonntag geht es in der Bundesliga weiter. In Salzburg wartet mit Red Bull Salzburg der nächste schwere Gegner auf die Austria.
Damit sind aus Österreich nur LASK in der Champions League sowie Sturm Graz und Red Bull Salzburg in der Europa League international vertreten. Die beiden Wiener Vereine haben den Sprung in einen europäischen Bewerb hingegen verpasst.
Austria: Şahin-Radlinger; Handl, Dragović (80. Deshishku), Kang Hee Lee; Ranftl (65. Nnodim), Fischer, Wustinger, Taeseok Lee; Boateng (65. Marković), Hettwer (46. Šaljić), Eggestein (72. Wels)
Braga: Fontes; Victor Gómez, Carvalho, Lagerbielke, Bajrami; Rodrigues (55. Dorgeles), Moutinho, Demir Ege Tıknaz; Gabriel Silva (90.+1 Martínez), Fran Navarro (55. Travassos), Pau Víctor (83. Milošević)
Gelbe Karten: Fischer (29.), Taeseok Lee (34.), Boateng (45.+1); Fran Navarro (30.), Moutinho (79.)
Franz-Horr-Stadion, Schiedsrichter Nikola Dabanović (Montenegro), 9.702 ZuschauerInnen
Fotos: Ö-News Sport/ St. Öllerer
- Harald Zagicek (li) und Präsident Kurt Gollowitzer waren gestern sichtlich erfeut über den Ausgang der Sitzungen.












































