Austria Wien unterliegt RB Salzburg Aufholjagd bleibt unbelohnt
Gedenkminute und früher Rückstand prägen ersten Durchgang
Wien – Die FK Austria Wien musste sich im Meister-Playoff der Bundesliga dem Serienmeister RB Salzburg mit 1:3 geschlagen geben. 14.500 Zuschauer sorgten zunächst für einen würdevollen Rahmen: Vor Spielbeginn wurde mit einer Gedenkminute an den kürzlich bei einem Verkehrsunfall verstorbenen ehemaligen Teamgoalie Alexander Manninger erinnert.
Sportlich begann die Partie für die Veilchen denkbar ungünstig. Nach einem Fehler im Spielaufbau verlor Johannes Handl den Ball vor dem eigenen Strafraum, Petar Ratkov-Kollege Nene Dorgeles bzw. Muhamed Tijani-Teamkollege Amar Dedić-Mitspieler Alen Mustafić? – letztlich war es Oumar Diakité-Nebenmann Nico Mantl? (Korrektur:) Aleksa Terzić? – nein, Aleksa Alajbegović traf bereits in der 3. Minute zum 0:1. Die Wiener fanden in der Anfangsphase kaum ins Spiel, während Salzburg immer wieder gefährlich vor das Tor kam.
Nach rund 20 Minuten erschwerte ein heftiger Wolkenbruch die Bedingungen zusätzlich. Auf dem rutschigen Untergrund blieben die Gäste jedoch effizient und erhöhten durch Karim Konaté in der 28. Minute auf 0:2. Die Austria hatte nur eine nennenswerte Chance: Nach einem Ausrutscher eines Salzburgers kam Kelvin Boateng an den Ball, doch sein Querpass fand Marko Marković nicht.
Austria drückt nach der Pause – Salzburg entscheidet spät
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Violetten deutlich verbessert und übernahmen klar die Kontrolle. Chancen durch Boateng und Barry blieben zunächst ungenutzt, auch Salzburg-Goalie Alexander Schlager verhinderte mehrfach den Anschlusstreffer.
In der 61. Minute war es dann soweit: Kelvin Boateng traf zum verdienten 1:2 und brachte die Austria zurück ins Spiel. In der Folge drängten die Wiener auf den Ausgleich, doch die Chancenverwertung blieb das große Manko.
Wie so oft im Fußball wurde die mangelnde Effizienz bestraft. Der eingewechselte Karim Onisiwo sorgte in der 77. Minute mit einem Heber über Sahin Radlinger für das 1:3 und damit für die Vorentscheidung.
Durchwachsene Bilanz im Meister-Playoff
Damit bleibt die Austria auf Rang fünf stecken. Nach fünf Spielen im Meister-Playoff steht eine ernüchternde Bilanz von einem Sieg, einem Unentschieden und drei Niederlagen bei einem Torverhältnis von 6:13 zu Buche.
Für die Mannschaft von Trainer Stephan Helm bleibt somit noch viel Luft nach oben. Die Chance zur Revanche bietet sich allerdings rasch: Bereits am Mittwoch kommt es erneut zum Duell mit Salzburg, ehe am Sonntag das nächste schwere Spiel gegen SK Sturm Graz wartet.
Austria: Şahin-Radlinger; Handl (46. Plavotić), Dragović, Wiesinger; Ranftl, Fischer (82. Kang Hee Lee), Barry, Taeseok Lee (70. Schablas); Šaljić (70. Wustinger), Boateng, Marković (82. Vučić)
Salzburg: Schlager; Lainer,Schuster, Drexler, Krätzig; Kitano, Bidstrup, Kjaergaard (90. Diabaté); Vertessen (90. Aguilar), Konaté (73. Onisiwo), Alajbegović (82. Yeo)
Tore: Boateng (61.); Alajbegović (3.), Konaté (28.), Onisiwo (77.)
Gelbe Karten: Šaljić (35.), Boateng (62.); Kjaergaard (14.), Lainer (45+1.), Krätzig (50.), Yeo (86.)
Generali-Arena, Schiedsrichter Markus Hameter, 14.523 ZuschauerInnen
Fotos: Ö-News Sport/ St. Öllerer


















































