Verrückte 2:5 Niederlage der Veilchen Sieben Tore, sechs Gelbe Karten, zwei Rote Karten,und ein Elfmeter
Den Abschluss der 23. Runde bildete das Spiel zwischen FK Austria Wien und SK Sturm Graz. Die Wiener, die seit sieben Spielen gegen die Steirer nicht verloren hatten, wollten sich auch diesmal mit einem Sieg belohnen. Das hätte gut gepasst, denn die Veilchen feierten am Spieltag ihren 115. Geburtstag. Außerdem wollte man mit einem Erfolg in die Meistergruppe starten.
Das Spiel begann mit einem Knalleffekt: Bereits nach 30 Sekunden stellte Matteo Schablas auf 1:0 für die Veilchen. Doch Sturm konterte rasch und erzielte in der 6. Minute durch Tomi Horvat Rozga den Ausgleich. In der Folge machte jedoch die Austria das Spiel. Ein überragender Abubakr Barry trieb die Offensive der Wiener immer wieder nach vorne. Manfred Fischer, Johannes Eggestein, Schablas und Barry selbst hatten die besten Möglichkeiten.
Doch es kam anders: Statt der erneuten Führung kassierte die Austria kurz vor der Pause nach einem Konter das 1:2 (45.+1). Otar Kiteishvili traf für die Gäste.
Nach der Pause spielte die Austria weiterhin nach vorne und versuchte, das Spiel wieder an sich zu reißen. In der 55. Minute meldete sich jedoch der VAR: Schiedsrichter Alan Kijas Altmann entschied auf Elfmeter und zeigte Tin Plavotić Gelb-Rot. Kiteishvili ließ sich diese Chance nicht entgehen und stellte auf 1:3 – das war die Wende im Spiel.
Die Austria stellte daraufhin von einer Dreierabwehr auf ein 4-4-1-System um. Die neu formierte Viererkette wirkte jedoch nicht sattelfest, und Sturm nutzte das eiskalt aus. In der 60. Minute erhöhte Amady Camara Fosso auf 1:4, ehe Aleksandar Dragović in der 67. Minute ein Eigentor zum 1:5 unterlief.
In der 76. Minute sah David Koller nach einem Foul an Eggestein die Rote Karte. Nun zeigte die Austria Moral und kam wieder besser ins Spiel. Fischer verkürzte schließlich mit einem satten Schuss in der 84. Minute zum 2:5-Endstand.
Das Spiel bot von beiden Seiten ein gutes Niveau und war für das Publikum durchaus sehenswert. „Das Momentum war heute einfach nicht auf unserer Seite“, resümierte Austria-Trainer Stephan Helm. Positiv hervorzuheben waren vor allem die jungen Spieler wie Torschütze Schablas, Moritz Maybach sowie die eingewechselten Rome Mörth, Marijan Österreicher und Vasilije Marković.
Der nächste Gegner der Austria ist auswärts der TSV Hartberg. Die Mannschaft von Manfred Schmid hat in dieser Saison alle bisherigen Begegnungen gegen die Wiener gewonnen. Für Violett wird es daher erneut ein schwieriges Spiel werden.
Fotos: Ö-News Sport/ St. Öllerer


























