Austria verliert in Altach Rückschlag nach Derbysieg
Nach dem emotionalen Derbysieg reiste die Wiener Austria mit viel Selbstvertrauen ins Ländle, um beim SCR Altach wichtige Punkte zu holen. Stattdessen setzte es für die Favoriten gegen den Underdog eine 1:2-Niederlage – ein Ergebnis, das angesichts der gezeigten Leistung durchaus verdient erscheint.
Die Partie begann mit mehr Ballbesitz für die Gastgeber, während die FK Austria Wien defensiv agierte. Besonders schmerzlich war das Fehlen von Abwehrchef Aleksandar Dragović, der krankheitsbedingt passen musste. Offensiv fanden die Wiener kaum Lösungen, allerdings blieben auch die Vorarlberger zunächst ohne nennenswerte Torchancen.
Die entscheidende Phase folgte ab der 31. Minute: Nach einem Eckball brachte Milojevic Altach in Führung. Nur eine Minute später gelang Johannes Eggestein nach einem folgenschweren Abwehrfehler der Gastgeber der Ausgleich. Doch die Freude währte nur kurz – rund 30 Sekunden später nutzte Ouedraogo einen schweren Patzer der Austria-Defensive zur erneuten Führung. Drei Treffer innerhalb von knapp drei Minuten sorgten zwar für eine turbulente Phase, danach verflachte die Partie jedoch deutlich.
Auch nach der Pause bot sich ein ähnliches Bild: viel Mittelfeldgeplänkel, wenig Tempo und kaum Torchancen. Erst in der Schlussphase versuchte die Austria so etwas wie eine Schlussoffensive zu starten, doch es fehlten Kreativität, Durchschlagskraft und Präzision. Besonders kritisch fällt ins Gewicht, dass den Wienern über die gesamte Spielzeit keine echte Torchance aus dem Spiel heraus oder nach Standards gelang. Einzige Ausnahme war einmal Eggestein (54.) der vergab den Doppelpack
Nach dem starken Frühjahrsauftakt gegen Salzburg und Rapid bedeutet die Niederlage in Altach somit einen deutlichen Dämpfer. Vor allem die ideenlose Offensive und die individuellen Abwehrfehler geben Anlass zur Kritik. Bereits am kommenden Wochenende steht mit dem Duell gegen den LASK die nächste anspruchsvolle Aufgabe bevor, bei der eine klare Leistungssteigerung erforderlich sein wird.
Foto: Ö-News Sport Archiv/ St. Öllerer
- Eggestein traf wieder.
