Eklat überschattet Austria-Derbysieg gegen Rapid Skandlöse Vorkommen der Rapidfans in der Schlussphase
Die Wiener Austria hat auch das zweite Saisonduell mit dem SK Rapid Wien für sich entschieden und den Stadtrivalen mit einem 2:0-Heimsieg weiter in die Krise gestürzt. Während die „Veilchen“ in der Tabelle bis auf einen Punkt an Spitzenreiter FC Red Bull Salzburg heranrückten, wartet Rapid nun seit zwölf Pflichtspielen auf einen Sieg und muss um den Einzug in die Meistergruppe zittern.
Vor 15.600 Fans in der ausverkauften Generali-Arena brachte Johannes Eggestein die Austria in der 16. Minute in Führung. Nach einem missglückten Klärungsversuch der Rapid-Defensive traf der Deutsche halbvolley ins kurze Eck. In der 34. Minute war Eggestein erneut entscheidend beteiligt: Er behauptete bei einem Konter den Ball und bediente Reinhold Ranftl, der zum 2:0-Endstand einschob.
Rapid fand offensiv kaum Mittel. Ein Schuss von Nikolaus Wurmbrand über die Latte blieb vor der Pause die beste Möglichkeit. Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Grün-Weißen zwar mehr Ballbesitz, konnten aber kaum Druck erzeugen. Austria-Tormann Samuel Sahin-Radlinger parierte einen Versuch von Bendeguz Bolla sicher. Die Defensive der Gastgeber um Aleksandar Dragovic ließ insgesamt nichts anbrennen und verwaltete den Vorsprung souverän.
Überschattet wurde das Derby von einem Faneklat im Finish. Erstmals seit 2024 waren wieder Gästefans zugelassen. In der Schlussphase wurden jedoch zahlreiche pyrotechnische Gegenstände auf das Spielfeld geworfen. Schiedsrichter Markus Hameter unterbrach die Partie in der 90. Minute und schickte beide Teams gemäß dem Drei-Stufen-Plan in die Kabinen. Nach rund zehn Minuten konnte das Spiel zu Ende gebracht werden.
Für Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup war es die zweite Niederlage im dritten Spiel. Die Austria hingegen bestätigte ihre starke Form und darf weiter vom Angriff auf die Tabellenspitze träumen – auch wenn der Derbysieg von unschönen Szenen überschattet wurde.
Austria: Şahin-Radlinger; Wiesinger, Dragović (87. Handl), Plavotić; Ranftl, Kang Hee Lee (87. Boateng), Barry, Taesok Lee; Fischer, Eggestein, Šaljić (62. Maybach)
Rapid: Hedl; Bolla (82. Haïdara), Cvetkovic, Raux-Yao, Ahoussou; Amane (71. Nunoo), Ndzie (21. Grgic), Gulliksen (46. Borkeeiet); Seidl (71. Kara), Weimann, Wurmbrand
Tore: Eggestein (15.), Ranftl (34.)
Gelbe Karten: Taesok Lee (83.); Grgic (55.), Nunoo (73.), Kara (74.)
Generali-Arena, Schiedsrichter Markus Hameter, 15.600 ZuschauerInnen
Fotos: Ö-News Sport/ St. Öllerer





















































