Austria Wien dreht Partie gegen Sturm
Zum letzten Spiel vor der Winterpause gastierte der SK Sturm Graz in der Generali Arena – und einmal mehr erwies sich die Wiener Austria als unbequemer Gegner für die Steirer. Die Veilchen feierten mit einem 3:1-Erfolg ihren siebenten Sieg in Serie und überwinterten damit in den Top sechs der Bundesliga.
Die Ausgangslage war vielversprechend: Die zuletzt sechsfach siegreichen Austrianer hofften gegen den Europacup-Starter aus Graz auf den nächsten vollen Erfolg, zumal Sturm erst am Donnerstag in der UEFA Europa League im Einsatz gewesen war. Trainer Stephan Helm setzte erneut auf den jungen Maybach im Mittelfeld, im Angriff begannen neben Johannes Eggestein auch Manfred Fischer und Abubakr Barry. Mit einem Sieg winkte der Sprung unter die ersten sechs sowie das Überholen des Stadtrivalen Rapid.
Der Anpfiff verzögerte sich allerdings erheblich. Aufgrund einer überbordenden Pyroshow auf den Rängen musste sieben Minuten gewartet werden, ehe die Partie tatsächlich Fahrt aufnahm. Und die begann turbulent: Bereits in der siebenten Minute führte eine Ecke der Gäste zur frühen Führung für Sturm. Der Ball kam zu Malic, dessen Abschluss Austria-Torhüter Samuel Sahin-Radlinger unglücklich ins eigene Tor abfälschte – 0:1 (7.). Dem Austriagoalie fehlte bei der aktion noch der Durchblick.
Die Wiener zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt und fanden rasch ins Spiel zurück. Nach einem sehenswerten Angriff über mehrere Stationen war es Reinhold Ranftl, der den Ball überlegt zum 1:1-Ausgleich einschob (19.). Die Austria übernahm zunehmend die Kontrolle und belohnte sich noch vor der Pause. Nach einem Foul an Kapitän Manfred Fischer trat Johannes Eggestein zum Elfmeter an und verwandelte sicher zur 2:1-Führung (37.).
Nach dem Seitenwechsel versuchten die Grazer, das Spielgeschehen an sich zu reißen. Sturm kam auch zu Möglichkeiten, doch Malone und Horvath ließen gute Chancen ungenutzt. In der Schlussphase machte sich der hohe Kräfteaufwand aus dem Europacup bemerkbar. Die Austria verteidigte diszipliniert, setzte immer wieder Nadelstiche nach vorne und brachte den Vorsprung souverän über die Zeit.
Auch in der zweiten Hälfte kam es zu einer längeren Unterbrechung – erneut aufgrund einer Bengalen-Show sowie zahlreicher Wechsel. Insgesamt betrug die Nachspielzeit mehr als neun Minuten. In dieser machte der eingewechselte Kelvin Boateng schließlich alles klar: In der 90.+9 Minute erzielte er das 3:1 und sorgte für den umjubelten Schlusspunkt.
Mit dem Erfolg kletterte die Austria auf Rang fünf der Tabelle, zog am Stadtrivalen aus Hütteldorf vorbei und verabschiedete sich mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause. Auch die Position von Trainer Stephan Helm dürfte damit vorerst gefestigt sein – wenngleich am Verteilerkreis bekanntlich nie ganz Ruhe einkehrt.
Fotos: Ö-News Sport/ St. Öllerer

























