Austria unterliegt Blau-Weiß Linz mit 0:1 Weissman-Elfer stoppt violetten Lauf
Wien – Eine Woche nach dem überzeugenden Derby-Triumph gegen Rapid ist der Höhenflug der Wiener Austria jäh gestoppt worden. Die Veilchen mussten sich am Sonntag im Heimspiel gegen Blau-Weiß Linz mit 0:1 geschlagen geben. Den entscheidenden Treffer erzielte Shon Weissman per Elfmeter in der 79. Minute. Damit endete die violette Serie von vier Siegen in Folge, während die Linzer ihren zweiten Erfolg hintereinander feiern durften.
Die Partie begann ganz nach dem Geschmack der Austria-Fans. Die Elf von Trainer Stephan Helm war von Beginn an spielbestimmend, ließ Ball und Gegner laufen und kam durch Noah Botic früh zu einer guten Gelegenheit. Doch auch die Gäste aus Linz versteckten sich nicht – Ronivaldo hatte nach einem schnellen Angriff die beste Chance für die Oberösterreicher. Insgesamt verlief die erste Halbzeit ausgeglichen und arm an Höhepunkten. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend im Mittelfeld.
Nach der Pause drückten die Veilchen vehement auf den Führungstreffer. Kapitän Manfred Fischer und erneut Botic fanden gute Gelegenheiten vor, doch der Ball wollte nicht ins Tor. Und dann kam es, wie es im Fußball oft kommt: auf der einen Seite vergeben, auf der anderen bestraft. Der eingewechselte Philip Maybach brachte den schnellen Mensah im Strafraum zu Fall – ein ungestümes Foul, das Schiedsrichter Hameter sofort mit Elfmeter ahndete. Weissman trat an und verwandelte sicher zum 0:1 (79.).
In der Schlussphase warf die Austria alles nach vorne. Helm brachte mit Boateng und Eggestein frische Offensivkräfte, doch die Linzer Defensive hielt stand. In der Nachspielzeit hatte Marco Raguz noch die große Chance zum Ausgleich, sein Schuss fiel aber zu harmlos aus. Sogar Torhüter Samuel Sahin-Radlinger eilte bei der letzten Ecke (90.+4) mit nach vorne – sein Kopfball verfehlte das Tor jedoch knapp.
Am Ende stand eine bittere Heimniederlage, die den Veilchen zwar wehtut, aber den eingeschlagenen Weg nicht infrage stellt. „Wir dürfen das große Ganze nicht aus den Augen verlieren. Unser Ziel bleibt das Meister-Playoff, und bis hierher stimmt der Weg“, zeigte sich Trainer Stephan Helm im Ö-News-Gespräch trotz Enttäuschung gefasst.
Für die Wiener Austria gilt es nun, die Wunden zu lecken und im nächsten Spiel wieder an die Leistungen der Vorwochen anzuknüpfen. Denn klar ist: Der violette Weg stimmt – auch wenn er diesmal eine schmerzliche Biegung genommen hat.
Austria Wien: Şahin-Radlinger; Ranftl, Dragović, Radonjić (81. Raguž); Pazourek (87. Guenouche), Sarkaria (74. Maybach), Fischer ©, Lee; Šaljić, Eggestein, Botić (74. Boateng).
BW Linz: Baier; Maranda ©, Bakatukanda, Moormann (69. Varesi-Strauss); Reiter, Cvetko, Fofana, Pirkl; Ronivaldo (60. Mensah), Goiginger, Weissman (88. Wähling)
Tor: Weissman (79./E.)
Generali-Arena, 12.857 Fans; Schiedsrichter Daniel Pfister
Fotos: Ö-News Sport/ St. Öllerer












































