Austria Wien dreht einen zwei Torerückstand Violetter Kindertag in der Generali Arena mit Happy End
Das Heimspiel der Wiener Austria gegen Aufsteiger SV Ried sollte eigentlich ein Pflichtsieg werden. Trainer Stephan Helm wollte nach zwei Erfolgen in Serie das Momentum nutzen, um endgültig auf die Siegerstraße zurückzukehren. Gleichzeitig stand der Samstag ganz im Zeichen des „Violetten Kindertages“ – zahlreiche junge Fans waren ins Stadion gekommen, viele Kinder halfen als Stadionsprecher, Fotografen oder in der Presseabteilung mit. Rund um die Generali Arena sorgten Hüpfburg, Riesenwuzzler, Kinderschminken und Soccerdarts für ein buntes Rahmenprogramm.
Ernüchterung in Hälfte eins
Sportlich lief es zunächst aber überhaupt nicht nach Wunsch. Kapitän Manfred Fischer hatte die erste gute Chance, doch Ried-Goalie Leitner konnte parieren. Danach übernahmen die Gäste das Kommando: Austria wirkte unsicher, die Innviertler waren von Trainer Maximilian Senft perfekt eingestellt. Nach einem Abwehrfehler gingen die Oberösterreicher durch Mutandwa mit 0:1 in Führung (34.). In der Nachspielzeit patzte Schlussmann Sahin-Radlinger schwer – erneut war Mutandwa zur Stelle und schnürte den Doppelpack (0:2, 45.+1).
Austria wie ausgewechselt
Nach der Pause zeigte sich ein völlig anderes Bild. Die Veilchen spielten wie verwandelt und setzten Ried massiv unter Druck. In der 49. Minute verkürzte Abubakar Barry auf 1:2, nachdem Leitner zunächst einen Schuss von Manprit Sarkaria noch abwehren konnte. Mit der Unterstützung der 12.000 Fans in der Arena drängte die Austria weiter – und wurde belohnt: Nach VAR-Überprüfung verwandelte Eggestein einen Strafstoß zum 2:2 (77.).
Jungstar Salic leitet Siegestor ein
Die violette Schlussoffensive brachte schließlich die Entscheidung: Fischer luchste nach einem Einwurf den Ball ab, spielte auf Sanel Salic, der den Ball sehenswert zurückhob – Fischer vollendete energisch zum 3:2 (84.). Die Generali Arena stand Kopf. In den Schlussminuten hatte die Austria noch mehrere Chancen, während Ried kaum mehr stattfand.
Rückenwind fürs Derby
Mit dem dritten Sieg in Serie ist die Wiener Austria zurück auf der Erfolgsspur. Genau rechtzeitig vor dem großen Wiener Derby am kommenden Wochenende in Hütteldorf. Dort wartet Tabellenführer Rapid – die Favoritenrolle ist klar verteilt, doch die Veilchen reisen mit breiter Brust an.
Austria: Şahin-Radlinger; Radonjić, Dragović (46. Pazourek), Wiesinger; Ranftl, Fischer (87. Maybach), Barry, Taeseok Lee; Šaljić (90.+2 Raguž); Eggestein (87. Boateng), Sarkaria (66. Botić)
Ried: Leitner; Havenaar, Sollbauer, Steurer; Bajic, Maart, Mayer (59. Rasner), Pomer; Grosse, Mutandwa, Van Wyk (56. Sané)
Tore: Barry (49.), Eggestein (77., Elfmeter), Fischer (85.); Mutandwa (21., 45.+2)
Gelbe Karten: Barry (65.), Raguž (90.+4); Mayer (55.), Havenaar (57.), Grosse (61.), Mutandwa (78.)
Generali-Arena, Schiedsrichter Alexander Harkam, 12.077 ZuschauerInnen
Fotos: Ö-News Sport/ St. Öllerer




































































