Austria schlittert immer tiefer in die Krise! Niederlage in Linz bringt die Veilchen immer mehr in Bedrängnis
Nach dem Europacup-Aus am Donnerstag wollten sich die Veilchen gegen den Linzer ASK rehabilitieren. Doch auch die Oberösterreicher steckten nach zwei Niederlagen in ihrer eigenen Krise. Präsident Gruber lag mit den Fans im Clinch – und die Austria hoffte, in der Liga endlich die Trendwende zu schaffen und die ersten drei Punkte einzufahren.
Rasche Führung hielt nicht lange
Die Wiener begannen engagiert und setzten erste Akzente. In der 6. Minute konnte LASK-Spieler Cissé eine Hereingabe von Fitz nur noch ins eigene Tor ablenken – die frühe Führung für die Austria. Danach jedoch übernahmen die Linzer zunehmend die Kontrolle. Der Ausgleich durch Adeniran nach rund 20 Minuten war die logische Folge.
Nach der Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Die größte Möglichkeit vergab Maurice Malone in der 53. Minute. Je länger die Partie dauerte, desto hektischer wurde sie. Schließlich meldete sich der VAR: Nach einem Foul von Ranftl an Berisha entschied Schiedsrichter Hakam auf Elfmeter. Usor verwandelte sicher zum 2:1 für den LASK.
In der Schlussphase wurde es hektisch
Die Veilchen warfen nun alles nach vorne und erspielten sich durch Malone, Fitz (zweimal), Plavotić sowie den eingewechselten Radonjić gute Ausgleichschancen – allesamt ungenutzt. Auf der Gegenseite verpasste auch der LASK die Entscheidung. In der Nachspielzeit zappelte der Ball nach einem Plavotić-Treffer zwar noch im Netz, doch das Tor zählte wegen Abseits nicht. Am Ende blieb es bei der Niederlage.
Damit wartet die Austria nach drei Spielen in der Meisterschaft weiterhin auf den ersten Sieg und hält lediglich bei einem Punkt. Bitter: Ein Eigentor war der einzige Treffer der Violetten. Die Offensive bleibt das große Sorgenkind.
Krise wird immer größer
Die Krise spitzt sich immer weiter zu: Nach dem ÖFB-Cup-Aus und dem Scheitern in Europa gerät nun auch Trainer Stephan Helm zunehmend unter Druck. Gleichzeitig wächst auch die Kritik an der sportlichen Führung: Sowohl Vorstand Jürgen Werner als auch Sportdirektor Manuel Ortlechner stehen wegen verfehlter Kaderplanung und der anhaltenden Ergebniskrise immer stärker im Fokus.
Und auch wirtschaftlich wird es eng: Gelingt es der Austria nicht bald, einen ihrer Topspieler gewinnbringend zu verkaufen, könnten sogar Lizenzprobleme drohen. In Wien-Favoriten brennt sprichwörtlich das Dach – die Austria steht am Scheideweg.
LASK: Jungwirth; Jørgensen, Cissé (90.+4 Flecker), Andrade, Bello; Usor (90.+4 Bogarde), Horvath, Coulibaly, Berisha (70. Smakaj); Entrup (73. Danek), Adeniran
Austria: Şahin-Radlinger; Kang Hee Lee (58. Radonjić), Plavotić, Wiesinger; Ranftl (77. Pazourek), Fischer (82. Šaljić), Barry, Taeseok Lee; Fitz; Malone (77. Botić), Eggestein (77. Sarkaria)
Tore: Adeniran (34.), Usor (69., Elfmeter); Cissé (6., Eigentor)
Gelbe Karten: Coulibaly (50.), Danek (90.+8) ; Barry (20.), Taeseok Lee (39.), Ranftl (68.), Fischer (79.), Wiesinger (85.), Plavotić (87.)
Raiffeisen Arena, Schiedsrichter Alexander Harkam, 12.510 ZuschauerInnen
Foto: Ö-News Sport/ St. Öllerer
- Trainer Helm (li) und Sportdirektor Ortlechner stehen in der Kritik.
