Wieder frühes aus der Veilchen im Europacup! Austria Wien scheitert erneut in der Conference League-Qualifikation
Austria Wien hat den Einzug in die Gruppenphase der UEFA Europa Conference League verpasst. Die „Veilchen“ kamen im Heimspiel gegen Baník Ostrava nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus und scheiterten damit in der dritten Qualifikationsrunde. Nach der 3:4-Niederlage im Hinspiel in Tschechien war die Ausgangslage bereits schwierig – die Hoffnungen auf ein Weiterkommen blieben dennoch groß.
Vor 10.022 Zuschauern in der Generali-Arena – darunter rund 1.400 mitgereiste Fans aus Ostrava – setzte die Austria zunächst ein offensives Ausrufezeichen. Neuzugang Johannes Eggestein hatte in den Anfangsminuten zwei aussichtsreiche Möglichkeiten, verfehlte jedoch jeweils knapp. Nach rund 20 Minuten verlor die Heimelf ihren Schwung, das Spiel entwickelte sich zu einem taktisch geprägten Mittelfeldduell mit wenigen klaren Torchancen. Ostrava prüfte in dieser Phase mehrfach Austria-Torhüter Samuel Sahin-Radlinger.
Kurz vor der Pause gerieten die Wiener in Rückstand: Außenverteidiger Hakim Guenouche brachte seinen Gegenspieler im Strafraum zu Fall, den fälligen Elfmeter verwandelte Prekop sicher zum 0:1 (45.+1).
Nach Wiederanpfiff bemühte sich die Austria um den Ausgleich, stand defensiv nun stabiler als in den letzten Partien. Trainer Stephan Helm brachte in der 55. Minute Manprit Sarkaria für Eggestein, doch der Offensivspieler konnte kaum Akzente setzen. Die Gastgeber bestimmten zwar das Spiel, fanden jedoch selten kreative Lösungen im letzten Drittel.
Der Ausgleich fiel in der 67. Minute nach einer Standardsituation: Eine Ecke von Dominik Fitz köpfte Tin Plavotić in Richtung Philipp Wiesinger, der sich im Luftduell gegen Torhüter und Verteidiger durchsetzte und per Kopf zum 1:1 traf. Wer danach auf einen Sturmlauf der Violetten hoffte, wurde enttäuscht. Zwar kamen Abubakr Barry, Mallone und Fitz zu Abschlüssen, doch zwingend wurden diese nicht.
Mit dem Schlusspfiff war das Aus im Europacup besiegelt – und für die Austria bedeutet das Scheitern nicht nur sportlich, sondern auch finanziell einen herben Rückschlag. Der Kader war klar auf eine Mehrfachbelastung ausgerichtet, nun droht eine Reduzierung. Spieler wie Fitz, Barry oder Mallone könnten verkauft werden, um dringend benötigte Einnahmen zu generieren.
Für die Fans bleibt die Enttäuschung groß – die aufwendige Choreografie zu Spielbeginn konnte das erneute, frühe Aus auf europäischer Bühne nicht verhindern.
Austria: Şahin-Radlinger; Lee, Plavotić, Wiesinger; Ranftl, Fischer, Barry, Guenouche (76. Schablas); Fitz (84. Šaljić); Malone (76. Botić), Eggestein (54. Sarkaria)
Baník: Holec; Frydrych, Chaluš, Pojezný; Buchta (85. Zlatohlávek), Rigo, Boula, Holzer (76. Kpozo); Šín (85. Látal), Prekop, Kohút (71. Munksgaard)
Tore: Wiesinger (67.); Prekop (45.+1, Elfmeter)
Gelbe Karten: Wiesinger (39.), Guenouche (58.), Fischer (84.), Plavotić (90.+4); Holzer (53.), Kpozo (83.), Látal (90.+3)
Franz-Horr-Stadion, Schiedsrichter Juxhin Xhaja (Albanien), 10.022 ZuschauerInnen
Fotos: Ö-News Sport/ St. Öllerer





























