Höhenrettungsübung im AKW Zwentendorf
Zwentendorf, 12. Juli 2025 – Eine anspruchsvolle Höhenrettungsübung fand am Samstag im ehemaligen Kernkraftwerk Zwentendorf statt. Die Freiwillige Feuerwehr Zwentendorf übte gemeinsam mit der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Tulln-Stadt die Rettung einer verunfallten Person aus dem rund 40 Meter hohen Reaktorgebäude.
Szenario der Übung war ein simulierter Sturz einer Person in den offenen Druckbehälter des Reaktors, nachdem zuvor bestehende Absicherungen missachtet worden waren. Da herkömmliche Rettungsgeräte wie Drehleitern oder Kräne aufgrund der besonderen baulichen Gegebenheiten nicht einsetzbar waren, wurde die Rettung mit seilunterstützter Zugangstechnik durchgeführt.
Zur Sicherung der Einsatzkräfte wurden zwei Tragseile über dem Reaktor installiert, auf denen ein Schlitten mit einer Korbschleiftrage bewegt werden konnte. So konnte ein Höhenretter zur verunfallten Person abgeseilt, diese gesichert und anschließend gemeinsam mit ihr mittels Flaschenzugsystem aus dem Reaktor gehoben werden. Über den sogenannten Maschinenschacht erfolgte schließlich der Abtransport zur fiktiven Übergabe an den Rettungsdienst.
Das stillgelegte Kernkraftwerk, das nie in Betrieb genommen wurde und daher nicht kontaminiert ist, dient regelmäßig als Übungsort für Einsatzorganisationen. Eigentümer EVN AG stellt das Areal für derartige Trainings sowie für Fachbesuche zur Verfügung.
Die rund dreieinhalbstündige Übung verlief planmäßig und wurde im Anschluss von den beiden Kommandanten, HBI DI Dr. Johannes Ofner (FF Tulln-Stadt) und OBI Tobias Hochmuth (FF Zwentendorf), nachbesprochen. Der Übungstag klang mit einem gemeinsamen Mittagessen aus.
Fotos: Feuersbrunn













