Bürgermeister sorgt sich um Wasserstand im Schlossteich Probleme beim Zulauf wegen Biberdämme
Sitzenberg-Reidling. Der niedrige Wasserstand im Schlossteich (-70 cm) in Sitzenberg sorgt derzeit für Sorge bei der Gemeinde. In dem gemeindeeigenen Teich wird seit mehr als 50 Jahren Fischzucht betrieben. Die Karpfenzucht und der damit verbundene Fischverkauf sind auch über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt.
Der Schlossteich wird unter anderem durch einen Wasserzulauf aus dem Gemeindegebiet von Herzogenburg, Katastralgemeinde Gutenbrunn, gespeist. Aufgrund der heuer geringen Niederschlagsmengen führt der sogenannte Gutenbrunner Graben derzeit jedoch kaum noch Wasser.
Bei einer Nachschau wurde laut Bürgermeister Erwin Häusler festgestellt, dass im dortigen Augebiet mehrere Biberdämme errichtet wurden. Dadurch werde das vorhandene Wasser aufgestaut und in die Au geleitet, während der Zufluss zum Schlossteich ausbleibe.
Wasserstand rund 70 Zentimeter unter Normalniveau
Nach Angaben der Gemeinde ist der Wasserstand im Schlossteich mittlerweile rund 70 Zentimeter niedriger als üblich. Rund 1.700 Karpfen befinden sich derzeit im Teich. Bei einem weiteren Absinken des Wasserstandes sieht Bürgermeister Häusler eine mögliche Gefährdung des Fischbestandes.
Häusler berichtet, dass Gespräche mit den zuständigen Stellen über eine mögliche Öffnung beziehungsweise teilweise Entfernung der Biberdämme bislang zu keiner Lösung geführt hätten.
Als Eigentümervertreter spricht sich der Bürgermeister daher für ein rasches Eingreifen der zuständigen Behörden und eine teilweise Öffnung der Sperren aus. Ziel sei es, den notwendigen Wasserzulauf zum Schlossteich wiederherzustellen und damit die Fischzucht der Gemeinde zu sichern.
„Es muss möglich sein, neben dem Schutz des Bibers auch die jahrhundertealte Teichanlage in Betrieb zu halten“, so Häusler.
Fotos: Ö-News/ St. Öllerer (2), ZVG (1)


