Austria Wien nimmt die Hürde FK Liepāja souverän
Nach dem 2:0-Auswärtssieg im Hinspiel war die Ausgangslage für die Wiener Austria im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur UEFA Conference League gegen den lettischen Meister FK Liepāja ausgezeichnet. Trainer Stephan Helm nutzte den komfortablen Vorsprung und rotierte kräftig. Nicht nur der rekonvaleszente Aleksandar Dragović nahm zunächst auf der Ersatzbank Platz, auch Kapitän Manfred Fischer, Johannes Eggestein und Sanel Saljic, die zuletzt in der Startelf gestanden waren, erhielten eine Verschnaufpause.
Vor dem Anpfiff wurde Gästekapitän Marvin Martins von der Austria geehrt. Der Luxemburger hatte selbst mehrere Jahre das violette Trikot getragen. Trotz des späten Spielbeginns um 20:30 Uhr zeigte das Thermometer am Verteilerkreis noch immer 32 Grad Celsius.
Früher Schock, dann die Wende
Die Partie begann allerdings überhaupt nicht nach dem Geschmack der Hausherren. Bereits in der 3. Minute brachte Haidara den FK Liepāja mit 1:0 in Führung. Bei diesem Treffer machte die gesamte Austria-Defensive inklusive Torhüter keine gute Figur.
Die Veilchen ließen sich vom frühen Rückstand jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Als Kelvin Boateng allein auf das Tor stürmte, zog Marvin Martins als letzter Mann die Notbremse. Schiedsrichter Luca Zufferli aus Italien zeigte dem ehemaligen Austria-Spieler folgerichtig die Rote Karte (15.). Damit war die Partie praktisch vorentschieden.
In Überzahl übernahm die Austria endgültig die Kontrolle. Eine starke Einzelaktion des erst 19-jährigen Jonas Feddersen brachte in der 20. Minute den verdienten Ausgleich zum 1:1. Die Wiener bestimmten nun das Geschehen, während die Gäste zwar vereinzelt zu Abschlüssen kamen, diese aber kaum Gefahr ausstrahlten. Noch vor der Pause gelang die Wende: Kelvin Boateng traf in der 29. Minute zur 2:1-Führung. Weitere gute Möglichkeiten durch Matteo Schablas, Julian Hettwer und Reinhold Ranftl blieben ungenutzt.
Austria kontrolliert das Spiel
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Die Austria dominierte Ball und Gegner, ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen und kontrollierte das Spielgeschehen. Allerdings verabsäumten es die Wiener lange Zeit, mit einem dritten Treffer endgültig alles klarzumachen.
In der 66. Minute fiel schließlich die Entscheidung: Der eingewechselte Manfred Fischer legte am Strafraum quer auf Reinhold Ranftl, der mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zum 3:1-Endstand traf.
Damit setzte sich die Wiener Austria mit einem Gesamtscore von 5:1 souverän gegen den FK Liepāja durch und zog verdient in die dritte Qualifikationsrunde der UEFA Conference League ein.
Dort wartet nun Beitar Jerusalem, das sich gegen AEK Larnaca erst im Elfmeterschießen durchsetzen konnte. Das Hinspiel findet bereits am kommenden Donnerstag in Rumänien statt, da Beitar seine Heimspiele aufgrund der aktuellen Sicherheitslage nicht in Israel austragen kann.
Zuvor startet für die Austria am Sonntag die Bundesliga-Saison. In der ersten Runde gastieren die Veilchen beim WAC im Lavanttal.
Fotos: Ö-News Sport/ St. Öllerer













































