Greenpeace zeichnet Tulln als „NaturStadt-Pionier“ aus
TULLN. Große Freude in der Gartenstadt Tulln: Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat Tulln als „NaturStadt-Pionier“ ausgezeichnet. Grundlage dafür war eine Analyse von Satellitendaten der 80 größten österreichischen Städte mit mehr als 10.000 Einwohnern.
Insgesamt konnten nur 13 Gemeinden einen Grünflächenanteil von mindestens 45 Prozent in ihren Stadtzentren erreichen. Mit einem Wert von 47,2 Prozent zählt Tulln dabei zu den Top-Gemeinden Österreichs. Den ersten Platz im Ranking belegt Lustenau mit 55,3 Prozent Grünflächenanteil.
Bürgermeister Peter Eisenschenk sieht die Auszeichnung als Bestätigung des eingeschlagenen Weges: „Die Auszeichnung Tullns als NaturStadt-Pionier ist ein weiterer Beweis für die hohe Lebensqualität in unserer Stadt.“
Einen wichtigen Beitrag zum guten Abschneiden leistete die Neugestaltung des Nibelungenplatzes. Die ehemals versiegelte Asphaltfläche wurde entsiegelt und zu einem modernen, ökologisch nachhaltigen Aufenthaltsraum umgestaltet. Gleichzeitig profitiert auch die Innenstadt von den attraktiven Grünflächen, die zum Verweilen einladen und den lokalen Handel stärken.
„Das ist der Tullner Weg: gemeinsam anpacken, mit Bedacht entwickeln und der Zukunft zuversichtlich begegnen“, betont Eisenschenk.
Bereits 2024 wurde Tulln durch eine Standortanalyse der CIMA GmbH positiv bewertet. Dabei wurde insbesondere die hohe Aufenthaltsqualität der Innenstadt sowie die erfolgreiche Entwicklung als Wohlfühl- und Erholungszone hervorgehoben.
Auch Greenpeace unterstreicht die Bedeutung von Grünflächen in urbanen Räumen. Expertin Melanie Ebner erklärt, dass schattenspendende Bäume und naturnahe Grünräume nicht nur vor Hitze schützen, sondern auch Lebensräume für Insekten und Vögel schaffen. Zudem wirken vernetzte Grünflächen wie die „Lungen einer Stadt“, indem sie Feinstaub filtern, Verkehrslärm reduzieren und die Artenvielfalt fördern.
Mit der aktuellen Auszeichnung zählt Tulln zu den Vorreitern in Österreich, wenn es um nachhaltige Stadtentwicklung und hohe Lebensqualität durch naturnahe Gestaltung des öffentlichen Raumes geht.
Foto: Stadtgemeinde Tulln
- Mag. Peter Eisenschenk und Stadtgärtner Mario Jaglarz mit einem Teil des Gartenteams
- Natur-Stadt Abzeichen

