AfD-Delegation aus Brandenburg sorgt in Tulln für Diskussionen
Der Besuch einer Delegation aus dem deutschen Bundesland Brandenburg in Tulln sorgt für politische Diskussionen. Der Tullner Tourismusstadtrat und Landtagsabgeordnete Andreas Bors empfing gemeinsam mit weiteren freiheitlichen Mandataren Vertreter der deutschen AfD. Unter den Gästen befanden sich unter anderem der stellvertretende AfD-Landesvorsitzende Brandenburgs, Daniel Freiherr von Lützow, sowie Norbert Rescher.
Bors sprach nach dem Treffen von einem „wertvollen Austausch“ über politische Entwicklungen und gemeinsame Herausforderungen. Besonders hob er den „Dialog zwischen patriotischen Kräften“ hervor und betonte die Bedeutung internationaler Vernetzung.
Kritik dürfte jedoch vor allem die Nähe zur deutschen AfD auslösen. Teile der Partei stehen seit Jahren im Fokus des deutschen Verfassungsschutzes. Vor allem einzelne Landesverbände und Funktionäre werden wegen mutmaßlich rechtsextremer Tendenzen beobachtet. Dass freiheitliche Politiker aus Niederösterreich nun demonstrativ den Schulterschluss mit AfD-Vertretern suchen, könnte daher auch in Tulln Fragen aufwerfen.
Während die FPÖ den Besuch als normalen politischen Austausch darstellt, sehen Kritiker darin eine weitere Annäherung an politische Kräfte am rechten Rand. Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spannungen werde die Zusammenarbeit mit umstrittenen Parteien besonders aufmerksam beobachtet.
Foto: FPÖ
v.l.: LAbg. Peter Gerstner, BR Andreas Spanring, LAbg. Hubert Keyl, LAbg. Daniel Freiherr von Lützow, LAbg. Norbert Rescher und LAbg. Andreas Bors
