VCÖ: Fast 2/3 der Verkehrstoten in NÖ auf Freilandstraßen
69 Menschen kamen im Vorjahr in Niederösterreich bei Verkehrsunfällen auf Freilandstraßen ums Leben. Damit ereigneten sich laut einer aktuellen Analyse der Mobilitätsorganisation VCÖ fast zwei Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle auf diesen Straßenabschnitten. Besonders betroffen waren Pkw-Insassen und Motorradfahrer.
Wie der VCÖ informiert, waren 48 Prozent der Todesopfer Pkw-Insassen, weitere 30 Prozent Motorradfahrer. Insgesamt entfielen damit rund drei Viertel aller tödlichen Unfälle auf diese beiden Gruppen. Zudem verunglückten auf Freilandstraßen deutlich mehr Männer tödlich als Frauen.
VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk bezeichnete Freilandstraßen als die gefährlichsten Straßen im Verkehrssystem. Hauptursachen seien hohe Geschwindigkeiten in Kombination mit Gegenverkehr. Österreich liege im internationalen Vergleich bei tödlichen Unfällen auf Freilandstraßen deutlich über Ländern wie der Schweiz oder den Niederlanden.
Der VCÖ fordert daher ein Maßnahmenpaket zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Dazu zählen unter anderem eine Reduktion des Tempolimits von 100 auf 80 km/h, verstärkte Tempokontrollen, der Rückbau von Raserstrecken sowie mehr baulich getrennte Geh- und Radwege entlang von Freilandstraßen.
Auch heuer sei die Entwicklung alarmierend: Bislang kamen in Niederösterreich bereits 24 Menschen auf Freilandstraßen ums Leben. Besonders gefährdet seien neben Auto- und Motorradfahrern auch Fußgänger sowie Radfahrer außerhalb des Ortsgebiets.
Gesamtzahl der Todesopfer: 69
- Pkw: 33 Todesopfer (48 %)
- Motorrad: 21 (30 %)
- Fahrrad: 5 (7 %)
- E-Bike: 3 (4 %)
- Fußgängerinnen und Fußgänger: 3 (4 %)
- Traktor: 3 (4 %)
- Klein-Lkw: 1 (1 %)
Quelle: BMI, VCÖ 2026
Foto: Ö-News Archiv/ St. Öllerer
