Vortrag in Tulln beleuchtet Auswirkungen digitaler Medien Der renommierte Neurowissenschaftler und Bestseller-Autor Prof. Dr. Joachim Bauer begeisterte
Rund 350 Gäste verfolgten am 16. April im Rathaus Tulln den Vortrag von Joachim Bauer zum Thema „Empathie in digitalen Zeiten“. Bürgermeister Peter Eisenschenk betonte in seiner Eröffnung die Bedeutung sozialer Verbundenheit für Gesundheit und Gesellschaft und regte politische Initiativen für ein stärkeres Miteinander an.
Bauer zeigte auf, dass zwischenmenschliche Beziehungen direkten Einfluss auf Körper und Psyche haben. Einsamkeit könne das Risiko für schwere Erkrankungen deutlich erhöhen. Gleichzeitig warnte er vor den Folgen intensiver Smartphone- und Social-Media-Nutzung: Besonders bei Jugendlichen seien suchtähnliche Verhaltensweisen verbreitet, und eine hohe Nutzungsdauer steigere das Depressionsrisiko.
Kritisch äußerte sich der Experte auch zur Künstlichen Intelligenz, deren „vorgetäuschte Empathie“ insbesondere für junge Menschen problematisch sein könne. Als Gegenmaßnahme plädierte Bauer für mehr reale Begegnungen, vor allem in der Kindheit. Tablets in frühen Bildungsphasen lehnte er ab und betonte die Bedeutung von direktem Kontakt, Bewegung und kreativen Aktivitäten.
Abschließend forderte Bauer, die analoge Welt gezielt attraktiver zu gestalten und den Dialog zwischen Generationen zu stärken, um Kinder und Jugendliche besser zu begleiten.
Fotos: Stadtgemeinde Wien
- Bgm. Peter Eisenschenk mit Prof. Joachim Bazer

