Mehr Verkehrstote in Niederösterreich VCÖ fordert Maßnahmen
(Wien, 1. April 2026) – Im ersten Quartal 2026 sind in Niederösterreich 22 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Damit weist das Bundesland laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) mit Abstand die höchste Opferzahl im Österreich-Vergleich auf. Die meisten Todesopfer waren Pkw-Insassen (14), gefolgt von Fußgängerinnen und Fußgängern (4).
Die Zahl liegt damit leicht über dem Vorjahreswert (21) und deutlich über 2024 (12). Österreichweit wurden im ersten Quartal 64 Verkehrstote gezählt – ein weiterhin hohes Niveau. Auch die langfristigen Ziele werden klar verfehlt: 2025 kamen laut Innenministerium 397 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, das Ziel von unter 312 wurde erneut nicht erreicht.
Mit Blick auf das zweite Quartal, das erfahrungsgemäß unfallreicher ist, fordert der VCÖ verstärkte Maßnahmen zur Verkehrssicherheit. Dazu zählen defensives Fahrverhalten, der Verzicht auf Handy und Alkohol am Steuer sowie der Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel.
Als Beispiel nennt der VCÖ die Schweiz mit strengeren Tempolimits und konsequenter Kontrolle. Niedrigeres Tempo verkürzt den Anhalteweg deutlich und reduziert sowohl Unfallrisiko als auch Unfallschwere. Auch strengere Strafen und geringere Toleranzen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen tragen dort zu mehr Sicherheit bei.
Handlungsbedarf sieht der VCÖ zudem beim Thema Handy am Steuer: Allein im Vorjahr wurden österreichweit über 112.000 Verstöße registriert, davon mehr als 23.000 in Niederösterreich. Der VCÖ spricht sich daher für strengere Regelungen und die Aufnahme ins Vormerksystem aus.
Fotos Ö-News Archiv/ St. Öllerer
