Diskussion „Ein Ort am Wort“ über Windpark Traismauer Bürgermeister Pfeffer stellt nochmalige Volksbegragung in Aussicht
In Traismauer sorgt die geplante Errichtung von acht Windrädern am Seelackenberg für intensive Diskussionen. Die Diskussionsveranstaltung fand im Rahmen des ORF-NÖ-Formats „Ein Ort am Wort“ statt, bei der zahlreiche Meinungen ausgetauscht wurden. Während die Betreiberfirma W.E.B den Standort als geeignet hervorhebt und auf die hohe Energieproduktion sowie die Bedeutung erneuerbarer Energien verweist, kritisiert eine Bürgerinitiative vor allem die Lage im Waldgebiet und mögliche Auswirkungen auf Natur und Tierwelt.
Das Gebiet ist zwar als Windkraftzone ausgewiesen, dennoch sind für die Umsetzung Umwidmungen sowie eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig. In der Bevölkerung gehen die Meinungen auseinander: Einige sehen in der Windkraft eine wichtige Energiequelle, andere lehnen den Eingriff in die Natur strikt ab.
Alexander Aicher von der Bürgerinitiative „3 Gemeinden – 1 Ziel“ betont: „Für mich ist das Thema heute nicht Windkraft ja oder nein, sondern: Ist der Standort der richtige? Der Standort ist aus unserer Sicht eben nicht der richtige. Es ist der denkbar ungünstigste.“
Gleichzeitig hebt Bürgermeister Herbert Pfeffer hervor, dass die Gemeinde auf Transparenz setzt: „Dabei wollen wir ganz genau über dieses Projekt informieren. […] Wir wollen ergebnisoffen diskutieren.“
Experten unterstreichen, dass jeder Standort sorgfältig geprüft werden müsse und Eingriffe möglichst gering gehalten werden sollen. Zudem werden Herausforderungen für das Stromnetz sowie mögliche positive Effekte auf Energiepreise angesprochen.
Foto: 3gemeinden1ziel
