GR-Sitzung: Generalplanung der Volksschule beschlossen Startschuss für den Beginn der Generalplanungen damit die Aufträge vergeben werden können
Im Generationenhaus in Sitzenberg-Reidling fand die jüngste Sitzung des Gemeinderates statt. Neben mehreren formalen Beschlüssen stand insbesondere die Vergabe der Generalplanungsleistungen für die Sanierung und Erweiterung der Volksschule im Mittelpunkt.
Zu Beginn der Sitzung brachte die FPÖ einen Dringlichkeitsantrag ein. Darin wurde eine Resolution an die Bundesregierung gefordert, wonach von einer staatlichen Haftung für Ukraine-Kredite in Höhe von 5,5 Milliarden Euro Abstand genommen werden solle. Begründet wurde dies mit der Sorge, dass mögliche Haftungen mittelbar Auswirkungen auf die Gemeindefinanzen haben könnten.
Anschließend berichtete Gemeinderat Andreas Reinberger über die durchgeführte Kassaprüfung. Zudem beschloss das Gremium kleinere Änderungen des örtlichen Raumordnungsprogramms. Diese betreffen Anpassungen bei Grünflächen und Verkehrsabtrennungen in den Katastralgemeinden Ahrenberg, Hasendorf, Reidling, Sitzenberg und Thallern.
Ebenfalls beschlossen wurden drei Aufträge für Verkehrsgutachten mit einem Gesamtvolumen von 12.795 Euro.
Generalplanung für Volksschule vergeben
Ein zentraler Tagesordnungspunkt war die Zukunft der Volksschule Sitzenberg-Reidling. Der Gemeinderat fasste einstimmig den Beschluss, die Generalplanungsleistungen für die umfassende Sanierung und Erweiterung des Schulstandortes zu vergeben.
Vorgesehen ist eine Modernisierung des Bestandsgebäudes, die Erweiterung von derzeit fünf auf sieben Klassen sowie die Schaffung eines neuen gemeinsamen Zugangsbereichs für Volksschule, Nachmittagsbetreuung und Vereine.
Dem Beschluss ging ein zweistufiges, EU-weit ausgeschriebenes Verhandlungsverfahren voraus, das von externen technischen und juristischen Fachleuten begleitet wurde. Von insgesamt 13 eingereichten Bewerbungen wurden fünf Planungsbüros zur zweiten Runde eingeladen. Eine Kommission unter der Leitung von Bürgermeister Erwin Häusler bewertete im Dezember 2025 die anonymisierten Entwürfe und Kostenangebote. Als Bestbieter wurde das Büro A quadrat ZT GmbH & Co KG ermittelt.
Die beauftragten Leistungen – bestehend aus Generalplanung, weiteren Fachplanungen sowie der örtlichen Bauaufsicht – belaufen sich auf 429.702,24 Euro inklusive Umsatzsteuer. Mit dem Beschluss können nun die Detailplanung sowie in weiterer Folge die Ausschreibung der Bauarbeiten erfolgen.
Weitere Beschlüsse
Darüber hinaus wurde ein Dienstbarkeitsvertrag für das „alte“ Gemeindehaus beschlossen.
Die bestehende Patenschaft mit dem SOS-Kinderdorf in Indien für zwei Jugendliche wurde beendet, da beide mittlerweile ein Alter erreicht haben, in dem sie voraussichtlich selbstständig leben können. Das auf einem eigens eingerichteten Sparkonto angesparte Guthaben in Höhe von rund 4.200 Euro wird den beiden zu gleichen Teilen zur Verfügung gestellt.
Mit der Vergabe der Planungsleistungen für die Volksschule wurde ein wesentlicher Schritt für die zukünftige Bildungsinfrastruktur der Gemeinde gesetzt.
Foto: Ö-News/ St. Öllerer


