Volksbefragung im Herbst beim geplanten Windpark! SPÖ Traismauer setzt auf transparente Information
Im Zusammenhang mit dem geplanten Windpark in Traismauer fordert die SPÖ Traismauer eine umfassende, offene und nachvollziehbare Informationsphase. Nach Angaben der Partei sollen dabei alle wesentlichen Aspekte des Projekts ohne Vorfestlegung und ohne Zustimmung im Vorhinein dargestellt werden. Ziel sei es, der Bevölkerung eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.
Inhaltlich soll die Informationsphase sowohl die Vorteile als auch die Nachteile der Windkraft beleuchten. Vorgesehen ist zudem eine sachliche Darstellung der ökologischen Auswirkungen, sowohl positiver als auch negativer Natur. Weitere Schwerpunkte betreffen mögliche Vorteile für die Bevölkerung – etwa dauerhaft günstige Stromtarife –, eine verständliche Aufbereitung der Bau- und Errichtungsphase sowie realistische Visualisierungen der geplanten Anlagen in Bezug auf Standorte und Dimensionen. Auch Informationen zu Rückbaugarantien und zur Wiederaufforstung betroffener Waldflächen sollen transparent dargestellt werden. Befürwortende Argumente und kritische Einwände sollen laut SPÖ „sachlich gegenübergestellt und abgewogen werden“.
Bürgermeister Herbert Pfeffer betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung einer strukturierten und demokratischen Bürgerbeteiligung. „Wir stehen zu unserem Wort. Wir binden die Bevölkerung in einem echten Entscheidungsprozess ein. Demokratische Bürgereinbindung bedeutet: zuerst informieren, dann befragen. Das ist der klar strukturierte Kurs der Sozialdemokratie in Traismauer!“, so Pfeffer. Nur auf dieser Grundlage könne im Herbst eine Entscheidung getroffen werden, „die breit getragen und demokratisch legitimiert ist“.
Die SPÖ Traismauer verweist zudem auf ihren bestehenden 10-Punkte-Grundsatzbeschluss zur Windkraft. Darin sei festgehalten, dass Windkraftprojekte nur dann akzeptabel seien, wenn die Bevölkerung „direkt, spürbar und dauerhaft profitiert“. Der Standpunkt der Partei wird dabei klar zusammengefasst: Windkraft nur dann, wenn ein konkreter Nutzen für die Bevölkerung gewährleistet ist.
Konkret nennt Bürgermeister Pfeffer garantierte, langfristig günstige Stromtarife für die Bevölkerung sowie für heimische Betriebe als zentrale Voraussetzung. „Als Sozialdemokratie steht für uns fest: Wenn Windräder gebaut werden dürfen, müssen alle Traismaurerinnen und Traismaurer sowie heimische Betriebe, etwa durch garantierte, dauerhaft günstige Stromtarife profitieren. Dafür setze ich mich persönlich bei den nun anstehenden Verhandlungen mit der WEB ein!“, erklärt Pfeffer.
Neben den wirtschaftlichen Aspekten hebt die SPÖ Traismauer auch den Schutz von Natur und Umwelt als zentralen Punkt hervor. Umweltstadträtin Warlich unterstreicht die Bedeutung klarer rechtlicher und ökologischer Rahmenbedingungen: „Eine strenge Umweltverträglichkeitsprüfung und klare ökologische Auflagen sind für uns unverzichtbar.“ Der 10-Punkte-Grundsatzbeschluss bilde dabei „das starke Fundament für diesen Beteiligungs- und Entscheidungsprozess“, an dem die Partei konsequent festhalten wolle.
Foto: Ö-News/ St. Öllerer, SPÖ Traismauer
- Bürgermeister Herbert Pfeffer will jetzt doch einen Volksentscheid.

