Mehr Verkehrstote unter Seniorinnen und Senioren in NÖ
Die Mobilitätsorganisation VCÖ schlägt Alarm: Im Jahr 2025 sind in Niederösterreich 108 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, darunter 33 Seniorinnen und Senioren. Das bedeutet im Vergleich zu 2024 einen Anstieg um 27 Prozent bei den Verkehrstoten über 65 Jahren.
Laut einer VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des Innenministeriums war die größte Opfergruppe unter älteren Menschen jene der Pkw-Insassen. Elf Seniorinnen und Senioren verloren dabei ihr Leben. Auffällig ist zudem, dass mit 25 Todesopfern deutlich mehr Männer als Frauen betroffen waren.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden Unfälle mit Zweirädern: Sieben ältere Menschen kamen mit dem E-Bike ums Leben, fünf mit dem Fahrrad. Weitere fünf Seniorinnen und Senioren starben als Fußgänger im Straßenverkehr.
VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky sieht angesichts des demografischen Wandels dringenden Handlungsbedarf. Sie fordert ein stärker seniorengerechtes Verkehrssystem, etwa durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, sichere Radwege sowie mehr Verkehrsberuhigung und Tempo-30-Zonen in Gemeinden und Städten.
Als zusätzliche Maßnahme schlägt der VCÖ vor, Personen, die freiwillig ihren Führerschein abgeben, drei Jahre lang ein kostenloses Klimaticket Region anzubieten. Zudem läuft derzeit eine VCÖ-Umfrage zur Zufriedenheit von Fußgängerinnen und Fußgängern mit den Gehbedingungen in ihren Wohnorten.
Foto: Ö-News Archiv/ St. Öllerer
