Donaukapelle Langenlebarn erstrahlt in neuem Glanz Stadtgemeinde Tulln investierte 133.000 Euro in Sanierung und Modernisierung des historischen Sakralbaus
LANGENLEBARN. – Nach einer umfassenden Sanierung erstrahlt die Donaukapelle Langenlebarn wieder in voller Pracht. Der geschichtsträchtige Sakralbau, dessen Wurzeln bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen, wurde sowohl außen als auch innen gründlich erneuert. Neben baulichen Verbesserungen wurde auch moderne Technik eingebaut: Eine neue Raumlüftung sorgt künftig für angenehmes Klima und schützt das Mauerwerk vor Feuchtigkeit. Insgesamt investierte die Stadtgemeinde Tulln rund 133.000 Euro in das Projekt.
„Nach über drei Jahrzehnten durften wir jetzt erneut eine rundum sanierte Donaukapelle eröffnen“, freute sich Vizebürgermeister Wolfgang Mayrhofer bei der feierlichen Wiedereröffnung. Die letzte Generalsanierung lag immerhin schon seit 1991/92 zurück. „Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen“, so Mayrhofer weiter. Er betonte, dass die Kapelle künftig nicht nur für Messen, sondern auch für Konzerte genutzt werden soll – dank der ausgezeichneten Akustik eigne sich der Raum hervorragend dafür.
Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurden das Mauerwerk erneuert, eine Isolierung angebracht, das Kreuzpodest saniert und die Blitzschutzanlage modernisiert. Auch das bekannte Christophorus-Sgraffito sowie die Wandmalereien erhielten eine fachgerechte Restaurierung und zeigen sich nun wieder in voller Farbigkeit.
Bei der Eröffnungsfeier, die von Ordinariatskanzler Monsignore Markus Heinz geleitet wurde, dankte Mayrhofer dem Chor Amici Musici für die musikalische Gestaltung sowie dem Pfarrgemeinderat, den zahlreichen Helferinnen und Helfern und der Dorferneuerung Langenlebarn für die Agape. Besonderer Dank galt auch Doris Herzog von der Stadtgemeinde Tulln für ihr Engagement bei der Projektumsetzung.
Eine Kapelle mit bewegter Geschichte
Die Geschichte der Donaukapelle reicht bis ins Jahr 1303 zurück, als an gleicher Stelle die erste Pfarrkirche zur Heiligen Helena errichtet wurde. Nach mehrfacher Zerstörung durch Brand (1529) und Hochwasser (1666/67) wurde die Pfarrkirche St. Helena weiter im Ort neu gebaut. Die Donaukapelle selbst wurde ab 1764 wieder instand gesetzt und erhielt ihren markanten Turm sowie die farbenfrohe Innenausstattung in zartgrün und blau. Seit dieser Zeit ist sie dem Heiligen Christophorus geweiht.
Zwischen 1895 und 1910 kam es zu Grundstückstauschen zwischen Pfarre und Gemeinde, seither liegt die Erhaltung der Kapelle in der Verantwortung der Stadt Tulln. Ihr heutiges Erscheinungsbild verdankt die Kapelle einer Umgestaltung durch Professor Sepp Zöchling im Jahr 1957, der auch das beeindruckende Christophorus-Sgraffito gestaltete.
Mit der nun abgeschlossenen Sanierung ist die Donaukapelle Langenlebarn fit für die Zukunft – und ein wahres Schmuckstück des Ortes an der Donau.
fotos: W. Mayerhofer (2), Stadtgemeinde Tulln (1)
- Pater Pius Nwagwu, Monsignore Markus Pfarrgemeinderätin Barbara Eisenberger, Franz Weidl, Vzbgm. Wolfgang Mayrhofer, Daniela Reiter Carmen Kutsche-Androsch sowie Ministrantinnen.


