Zwentendorf: Lichtermeer am Hochwasser-Gedenktag Dank an das gemeinsame schaffen der Krise
Zwentendorf/Erpersdorf. – Zusammenhalt ist kein Zufall, sondern eine Entscheidung. Daran erinnerte die Initiative Menschenrechte Zwentendorf beim Lichtermeer in Erpersdorf – einem Abend voller Emotionen und Dankbarkeit.
„Ich habe diese schrecklichen Augenblicke einfach verschlafen“, erzählt Michael Ledwinka. Der Zwentendorfer hatte am 14. September 2024 alles für die Erntedankfeier vorbereitet und ahnte nichts von der Katastrophe. Am nächsten Morgen dann die bittere Nachricht: Der Perschlingdamm war gebrochen, das Wasser überflutete Teile der Marktgemeinde.
Wochen der Herausforderung
Die Tage und Wochen nach dem Dammbruch prägten Zwentendorf nachhaltig. „Es waren Menschen, die zusammenhielten – einer schleppt Sandsäcke, der andere kocht Kaffee“, schildert Inge Pröglhöf von der Initiative. Für dieses Miteinander wollte man mit dem Lichtermeer Danke sagen.
Auch Bürgermeisterin Marion Török blickte zurück. Sie hatte schon zu Beginn ihrer Amtszeit einen Krisenstab eingerichtet – eine Entscheidung, die sich bewährte. „Seit der Katastrophe schlafe ich sogar besser. Weil ich weiß, wir haben das gemeinsam gemeistert“, betont Török. Beim Lichtermeer gab sie zudem bekannt, dass die Sanierung des Perschlingdamms 2026 starten wird – Finanzierung und Genehmigungen seien gesichert.
Welle der Hilfsbereitschaft
Markus Maurer, Kommandant der FF Erpersdorf, erinnert sich noch gut an die dramatischen Stunden. „Wir dachten zuerst, wir kommen mit einem blauen Auge davon. Aber um drei Uhr früh war klar: Wir müssen das Feuerwehrhaus aufgeben.“ Kurzerhand wurde die Garage von Altbürgermeister Hermann Kühtreiber zum Einsatz-Zentrum. Bald folgte der Flutwelle eine zweite – eine Welle der Hilfsbereitschaft. „Angebote kamen von überall – von Feuerwehren und Privatpersonen“, dankt Maurer.
Ein Zeichen der Erinnerung
Nach den Reden zogen die Teilnehmer mit kleinen Lichtern durch Erpersdorf, tauschten Erinnerungen aus und setzten ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt – auch in ruhigeren Zeiten. Zum Abschluss enthüllte Bürgermeisterin Török eine Gedenktafel, die künftig an das Hochwasser 2024 erinnern wird.
Foto: Gem. Zwentendorf/ M. Ofner
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