Dankesfest in Rust/ Tullnerfeld Ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe
Rust/Michelhausen – Ein Jahr nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe, die im September 2024 den Ort Rust schwer getroffen hatte, luden die Pfarre Rust, die Freiwillige Feuerwehr Rust und die Marktgemeinde Michelhausen zu einem Dankesfest. Mehr als 500 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung und gedachten gemeinsam der dramatischen Ereignisse des Vorjahres.
Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Ehrengäste, darunter Landtagsabgeordneter Bernhard Heinreichsberger, Bürgermeister Bernhard Heinl mit Vizebürgermeister Eduard Sanda und Gemeinderäten, die Nachbarbürgermeister Marion Török und Erwin Häusler, Oberst Michael Lippert vom Militärkommando Niederösterreich, Bezirksfeuerwehrkommandant Christian Burkhart sowie die drei Kommandanten der Gemeindefeuerwehren Josef Nußbaumer, Johann Kellner und Ferdinand Donabaum. Auch Pfarrgemeinderatsobmann Josef Figl, Vertreter von Vereinen sowie des Roten Kreuzes waren anwesend.
Der Festtag begann mit dem traditionellen Erntedankfest der Pfarre Rust. Pfarrer Anton Schwinner verwies in seiner Predigt immer wieder auf die Hochwasserkatastrophe und gedachte auch des verstorbenen Ehrenkommandanten der FF Rust, Franz Holzer. Ein Höhepunkt war die Segnung und offizielle Indienststellung des neuen Mannschaftstransportfahrzeuges der Feuerwehr Rust. Das alte Fahrzeug war den Fluten zum Opfer gefallen. Die Freude über das neue Auto war bei Kommandant Ferdinand Donabaum, seinen Kameraden sowie Fahrzeugpatin Susanne Grießler groß.
Beim anschließenden Festakt betonte Bürgermeister Bernhard Heinl den Grundgedanken der Veranstaltung: „Wir wollen gemeinsam zurückblicken, über dieses Ereignis reden und vor allem Danke sagen. Nämlich jenen Menschen, die vor einem Jahr bei uns im Einsatz waren, geholfen haben und uns zur Seite gestanden sind.“
In zahlreichen Gesprächen erinnerten sich Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bundesheer und freiwillige Helfer an die dramatischen Stunden, in denen der Ort fast vollständig überflutet und alle Bewohner evakuiert werden mussten. Auch Betroffene berichteten bewegend von den schweren Tagen. Viele Schäden konnten seither behoben werden, dennoch sind die Folgen der Flut bis heute spürbar. Als entscheidender nächster Schritt gilt das geplante Hochwasserschutzprojekt, dessen Baubeginn für Sommer 2026 vorgesehen ist.
Zum Ausklang des Tages sorgte der Musikverein Michelhausen beim Frühschoppen für Stimmung. Für das leibliche Wohl gab es Gulasch aus der Gulaschkanone, bereitgestellt von der Stadtfeuerwehr Tulln. Aufgrund der unsicheren Wetterlage fand die Feier in der Halle der Firma Donabaum statt.
Foto: Marktgemeinde Michelhausen/ D. Riedmayer
- v.l.n.r. Michael Lippert, Christian Burkhart, Gerald Huber, Bgm. Bernhard Heinl, Susanne Grießler, Norbert Ganser, Josef Nußbaumer, Ferdinand Donabaum, LAbg. Bernhard Heinreichsberger
