Austria Wien siegt mit Leidenschaft in Graz Ein Lichtblick in Violett
Große Fragen vor dem Anpfiff
Das Aufeinandertreffen zwischen dem SK Sturm Graz und dem FK Austria Wien war schon im Vorfeld von Spannung geprägt. Würde Maurice Malone, der in der Länderspielpause von Wien nach Graz gewechselt war, gegen seinen Ex-Klub aufzeigen? Wie würde sich Manprit Sakaria, selbst mit Sturm-Vergangenheit, an alter Wirkungsstätte präsentieren? Und konnte der unter Druck stehende Austria-Trainer Stephan Helm endlich wieder anschreiben, während die Grazer noch auf ihren ersten Heimsieg der Saison warteten?
Früher Treffer bringt Führung
Die Wiener Austria ließ von Beginn an keine Zweifel aufkommen. Wach, aggressiv und zielstrebig starteten die Violetten in die Partie. Bereits Eggestein und Sakaria sorgten für frühe Hochkaräter. In der 22. Minute folgte der verdiente Lohn: Nach einem Einwurf leitete Sakaria den Ball mustergültig weiter, Eggestein vollendete eiskalt zum 0:1. Sturm wirkte in dieser Phase gehemmt, während die Austria konsequent die Räume schloss und immer wieder mit Nadelstichen gefährlich blieb.
Sturm steigert sich – Dragović hält dicht
Nach der Pause erhöhte Sturm die Schlagzahl. Die Grazer drängten nun energischer auf den Ausgleich, doch die Wiener Defensive stand kompakt. Abwehrchef Aleksandar Dragović führte seine Mitspieler souverän, blockte, ordnete und ließ kaum zwingende Möglichkeiten zu. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr verfingen sich die Offensivbemühungen der Hausherren im violetten Abwehrnetz.
Cleverness und Leidenschaft sichern den Sieg
Die Austria verzögerte das Tempo geschickt, nahm Sturm damit die letzte Durchschlagskraft und verteidigte die knappe Führung mit Leidenschaft. Trotz intensiver Bemühungen der Grazer gelang es dem Heimteam nicht, noch einmal richtig gefährlich zu werden. Am Ende stand ein verdienter 1:0-Erfolg – das zweite Zu-Null-Spiel der Violetten in Serie.
Ein Sieg mit Signalwirkung
Die Austria bleibt damit auch heuer der „Sturm-Schreck“ und bestätigte ihre Rolle als unangenehmer Gegner für die Grazer. Für Trainer Stephan Helm ist der Sieg weit mehr als nur ein Dreier: Er bedeutet Stabilität, Ruhe und das klare Signal, dass seine Mannschaft selbst in schwierigen Momenten Charakter zeigen kann. Ein Lichtblick in Violett – und vielleicht der Beginn einer ruhigeren Phase im Austria-Haus.
Foto: Ö-News Archiv/ St. Öllerer
- Johannes Eggestein erlöste die Veilchen mit seinem Treffer.
