Frühe Aufklärung über Bildschirmrisiken Neues Projekt „Rede mit mir, spiele mit mir“ gestartet
Tulln – Digitale Medien sind längst Teil des Alltags – auch bei den Jüngsten. Um Eltern frühzeitig für mögliche Gefahren einer übermäßigen Bildschirmnutzung zu sensibilisieren, hat Stadtarzt Dr. Franz Bichler gemeinsam mit dem Verein Gesundes Tulln das Projekt „Rede mit mir, spiele mit mir“ initiiert.
Zentraler Bestandteil ist eine neue Informationsbroschüre, die sich speziell an werdende Eltern und junge Familien richtet. Darin werden Risiken einer frühen Bildschirmnutzung aufgezeigt, aber auch praktische Tipps und bildschirmfreie Alternativen für Kinder von 0 bis 3 Jahren vorgestellt.
„Wir leben in einer Zeit, in der sogar schon an Kinderwägen Halterungen für Tablets oder Handys angebracht sind. Doch gerade Kleinkinder sollten bis zum dritten Lebensjahr, wenn überhaupt, nur sehr dosiert Bildschirmzeit haben“, betont Paula Maringer, Stadträtin für Gesundheit und Pflege. Studien würden zeigen, dass Kinder mit täglicher, längerer Bildschirmnutzung bereits im Alter von zwei Jahren ein dreifach erhöhtes Risiko für Entwicklungsverzögerungen aufweisen.
Auch Bürgermeister Mag. Peter Eisenschenk unterstreicht die Relevanz der Initiative: „Die schädlichen Auswirkungen zu intensiver Bildschirmnutzung sind vielfach belegt – bei Erwachsenen wie Jugendlichen, aber insbesondere bei Kleinkindern. Information, Aufklärung und Prävention gehören daher zu unseren zentralen Aufgaben.“
Stadtarzt Dr. Franz Bichler ergänzt: „Wenn wir mit dieser Aktion auch nur eine Mutter oder einen Vater erreichen, ist für die positive Kindesentwicklung bereits viel gewonnen.“
Die Broschüre „Rede mit mir – spiele mit mir“ wird am Dienstag, 23. September, um 19 Uhr im Minoritensaal offiziell präsentiert. Auf dem Programm stehen ein Vortrag von Dr. Cécile Dau, eine Podiumsdiskussion sowie Infostände. Besondere Kreativität floss in die Gestaltung des Flyers: Die Kreativklasse der Egon Schiele Volksschule unter Leitung von Eva Schmircher illustrierte die Broschüre mit eigenen Zeichnungen und Ideen – und verlieh dem Projekt so eine persönliche Note.
Fotos: Stadtgemeinde Tulln
- Eva Schmircher (l.) und Michaela Nikl (r.) mit Islam Seferi (hinten), Mira Berbero, Anastasiia Ilyk, Lila Dorninger, Vedad Alić sowie Rosalie Sedivy-Fischer und Felix Seeberg (beide vorne).
- Dr. Bichler


