Tulln: sicher in die Schule auf „gesunden Straßen“
Tulln – Das neue Projekt „Healthy 2 School“ an der Volksschule 2 Tulln soll zeigen, wie Schulwege sicherer und attraktiver gestaltet werden können. Ziel ist es, Kinder dazu zu motivieren, den Weg zur Schule häufiger zu Fuß oder mit dem Rad zurückzulegen – ohne Zwang, aber mit Anreizen.
Beteiligt sind die Stadtgemeinde Tulln, Landschaftsarchitektin DI Agnes Feigl, die Radlobby Tulln, das Mobilitätsmanagement Niederösterreich sowie die Volksschule 2. Grundlage bildet der „Healthy Streets“-Ansatz aus Großbritannien, der Straßen nicht nur als Verkehrsflächen, sondern als Aufenthaltsräume für alle versteht.
„Straßen und Gassen sollen Räume werden, in denen man sich gerne aufhält“, erklärt Projektpartnerin Feigl. Auch DI Dr. Cornelia Hebenstreit von der Verkehrsabteilung der Stadtgemeinde betont, dass es nicht immer große bauliche Veränderungen brauche: Bereits kleine Maßnahmen – etwa kreative Schulweggestaltungen oder ein „SchulGehBus“, bei dem Kinder gemeinsam über Haltestellen zur Schule gehen – könnten Verbesserungen bringen.
Kinder, Eltern und Lehrkräfte werden aktiv in das Projekt eingebunden. Zu Beginn des Schuljahres wurden Fragebögen verteilt, außerdem findet eine Mobilitätserhebung in allen Klassen statt. In den Projektklassen folgen Workshops. Insgesamt ist „Healthy 2 School“ auf zwei Jahre angelegt, eine Abschlussveranstaltung ist für Frühjahr 2027 geplant.
Direktorin Andrea Gleixner zeigt sich optimistisch: „Veränderung beginnt immer beim Kind. Wir sehen auch bei anderen Projekten, dass motivierte Kinder oft positive Veränderungen in ihre Familien tragen.“
Auch außerhalb des Projekts setzt die Stadtgemeinde auf Verbesserungen: Nachdem es vor der Egon-Schiele-Volksschule sowie in der Seilergasse und Wiener Straße durch sogenannte „Eltern-Taxis“ wiederholt zu Problemen gekommen war, wurde in der Wilhelmstraße eine Elternhaltestelle eingerichtet.
Fotos: Stadtgemeinde Tulln
- Agnes Feigl, Thomas Rudolf, Veronika Kulenkampff, Matthias Schlögl, Ariane Egger, Christoph Weber, Christina Knourek-Speringer, Andrea Gleixner, Cornelia Hebenstreit Peter Höckner.
- Elternhaltestelle in der Wilhelmstraße


