Markus Rudisch erringt Spitzenplatz beim „Race Across Austria Nord-Süd“ Der Sitzenberg-Reidlinger erringt Platz 4 in seiner Kategorie
Sitzenberg-Reidling/ Linz – Eine Strecke über 1000 Kilometer, von der nördlichsten bis zur südlichsten Spitze Österreichs, ganz ohne Unterstützung – das „Race Across Austria Nord-Süd“ ist ein wahres Ausdauermonster. Markus Rudisch aus Sitzenberg-Reidling stellte sich am 16. Juni dieser Herausforderung – und meisterte sie trotz massiver Rückschläge mit beeindruckendem Kampfgeist. Am Ende durfte sich der ambitionierte Ultraradsportler über Platz 4 in seiner Kategorie freuen.
Der Start- und Zielort Linz bildete den geografischen Rahmen für das Rennen, das durch ganz Österreich führte. Das Starterfeld war hochkarätig besetzt – entsprechend rasant gestaltete sich der erste Teil der Strecke. Bis zum Checkpoint in Bad Eisenkappel bei Kilometer 650 blieb es spannend. Markus Rudisch lieferte sich mit Michael Mayer, Robert Müller und Patrick Wagner ein packendes Duell um die Platzierungen – keiner der vier schenkten sich etwas.
Doch dann wurde die Sommerhitze zum Spielverderber: Rudisch litt plötzlich unter starken Schwindelgefühlen und konnte keine Nahrung mehr aufnehmen – eine gefährliche Situation, die ihn zu einer schweren Entscheidung zwang. „Wenn die Speicher leer sind, ist es vorbei – dann zieht’s dir den Stecker“, so der Sitzenberg-Reidlinger. Eine kurze Schlafpause sollte helfen, den Magen zu beruhigen, doch ohne Erfolg. Erst nach einer zweiten, längeren Rast stabilisierte sich sein Zustand und er konnte wieder Fahrt aufnehmen.
Mit neuer Energie ging es weiter durch das Ausseerland zurück Richtung Linz – doch auch auf den letzten 120 Kilometern wurde ihm nichts geschenkt. In der Nähe des Traunsees gab die Elektronik seiner Gangschaltung den Geist auf. Rudisch musste die restliche Strecke mit nur einem Gang zurücklegen – ein enormer Kraftakt, sowohl physisch als auch mental.
Trotz dieser massiven Hürden brachte Markus Rudisch das Rennen mit großem Einsatz zu Ende und sicherte sich verdient den vierten Platz in seiner Kategorie. „Ich bin stolz, nicht aufgegeben zu haben. Das Rennen hat mir wieder viel gezeigt und ich habe enorm viel dazugelernt“, resümiert er.
Fotos: Race across Austria/ kovacvisuals




